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Kinderwunsch - Männliche Fruchtbarkeit

Beiträge: 173
Angemeldet: 1 Jahr(en) zuvor
geschrieben 17:46 3.5.2010   [ zitieren ]



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Was Männer für ihre Zeugungsfähigkeit tun können


Von Jörg Zittlau 3. Mai 2010, 09:48 Uhr - Quelle: Yahoo


Die Unfruchtbarkeit bei Männern nimmt drastisch zu. Auf der Suche nach den Gründen tappte man lange im Dunkeln. Jetzt belegen Studien, dass die Probleme bereits beim Lebensstil der Mutter abfangen. Doch Männer können auch selbst etwas für ihre Zeugungsfähigkeit tun.







Wenn es auf natürlichem Wege nicht klappt, probieren Paare oft andere Wege wie die künstliche Befruchtung. Forscher glauben jetzt, den Grund für Unfruchtbarkeit gefunden zu haben





In Deutschland gibt es immer weniger Kinder. Etwa 600.000 Paare bleiben ungewollt kinderlos. Früher hat die Medizin die Ursachen dafür vor allem bei den Frauen vermutet, doch inzwischen richtet sich ihr Blick zunehmend auf den Mann. Forscher glauben jetzt, den Grund für die Unfruchtbarkeit gefunden zu haben.










Wie viel Tier steckt im Menschen?


Auf der Suche nach den Gründen bewegte sich die Wissenschaft bisher im Dunkeln. Zumal die männliche Tierwelt von diesem Trend offenbar verschont ist. Die ersten Alarmsignale erklangen Anfang der Neunziger: Auf einer Konferenz der WHO schockierte der dänische Reproduktionsmediziner Niels Skakkebaek mit dem Befund, dass die Männer des westlichen Kulturkreises nur noch halb so viele Spermien hätten wie 50 Jahre zuvor.



Nachfolgende Studien zeigten, dass bei etwa jedem fünften jungen Mann weniger als jene 20 Millionen Samenzellen pro Milliliter Ejakulat schwimmen, die von der WHO als Mindestquote für die Fortpflanzungsfähigkeit angesehen werden. In einer aktuellen Schweizer Erhebung an gesunden Soldaten blieben sogar 25 Prozent unter diesem Grenzwert. Neben der Zahl hat auch die Qualität der Spermien gelitten.




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Normalerweise sollte mindestens die Hälfte von ihnen unter dem Mikroskop wieselartig hin und her flitzen, doch in der Schweizer Studie dominierte in jedem zehnten Ejakulat die Lethargie: Gerade mal 30 Prozent der Samen erfüllten die Mindestanforderungen.



Die Ursachen sind vielfältig. Enge Hosen, quetschende Fahrradsättel, wöchentliche Saunagänge oder beheizbare Autositze spielen jedoch allenfalls eine Außenseiterrolle. Wichtiger ist da schon das Übergewicht, weil Fettgewebe den Körper mit Östrogen flutet, das auf die Samenproduktion drückt. Noch gravierender sind aber wohl Pestizide und andere hormonähnliche Gifte, die sich in der Umwelt angesammelt haben. Sie hemmen entweder die männlichen Androgene oder arbeiten wie weibliches Östrogen - beides geht zulasten des Spermienreservoirs.


Problematisch sind auch Reste der Antibabypille, die von den Frauen ausgeschieden und dann von den Männern übers Trinkwasser wieder aufgenommen werden. "Sie werden von den Kläranlagen nur teils aus dem Wasser gefiltert", sagt Marike Kolossa-Hering vom Berliner Umweltbundesamt. Und das Zivilisationsgift Nummer eins, der Tabakrauch, gilt unter Ärzten schon länger als Spermienkiller.


Aktuelle Studien zeigen aber, dass die eigentliche Problematik nicht beim Mann selbst, sondern bei seiner Mutter anfängt. Denn die Grundlagen für seine Spermienproduktion werden bereits in ihrer Schwangerschaft gelegt - und wenn in dieser Zeit nicht alles glatt läuft, kann die Fruchtbarkeit ein Leben lang eingeschränkt bleiben.



So kamen nach der Dioxin-Katastrophe im italienischen Seveso zahlreiche unfruchtbare Söhne zur Welt, während sich bei bereits erwachsenen Männern kaum Wirkungen auf die Samenqualität feststellen ließen. In einer Studie der University of Rochester brachten Frauen, die mehr als sieben Rindfleischportionen pro Woche aßen, drei Mal so viele zeugungsträge Söhne zur Welt wie andere Mütter. Studienleiterin Shanna Swan führt diesen Effekt auf die Wachstumshormone zurück, die den amerikanischen Rindern in der industriellen Fleischproduktion zugeführt werden. "Bei bereits erwachsenen Männern konnten wir ihn jedoch nicht beobachten", sagt Swan.



Auch Rauchen schlägt umso mehr auf die Fruchtbarkeit, wenn die Tabakgifte über die Mutter an den Fötus weitergegeben werden. Zwar reduziert ein erwachsener Mann mit dem Zigarettenrauch seine Spermienzahl um 15 Prozent - doch die während der Schwangerschaft rauchende Mutter raubt dem Sohn sogar 40 Prozent.


Richard Shape vom englischen Medical Research Council warnt: "Der Lebensstil der Mutter kann die Zeugungsfähigkeit ihrer Söhne entscheidend prägen." Und das liegt vor allem an den sogenannten Sertoli-Zellen. Beim erwachsenen Mann schützen sie als "Blut-Hoden-Schranke" die Spermien vor Giften und Attacken des Immunsystems. Beim Fötus jedoch entscheiden sie zusätzlich darüber, wie groß später die Stätten für die Spermienproduktion werden sollen. Aufgrund dieser Doppelfunktion als Wächter und Fabrikplaner sorgen die Sertoli-Zellen dafür, dass sich Giftkontakte und andere Belastungen der werdenden Mutter extrem sensibel auf die spätere Zeugungskraft ihrer Söhne niederschlagen. Was aus Sicht des Arterhalts ja auch sinnvoll ist: Für eine Spezies ist es in einer belasteten Umwelt besser, weniger Nachkommen zu produzieren - das spart Kräfte und schützt vor Mutationen.


Für betroffene Männer ist die dominierende Mutterrolle bei ihrem "Zeugungsversagen" einerseits eine gute Nachricht, weil sie damit zumindest teilweise aus der Verantwortung entlassen werden. Andererseits ist sie auch desillusionierend: Denn wenn etwas im Fötus angelegt wird, kann es später auch nicht mehr korrigiert werden.




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Beschleunigungs-Schalter von Spermien entdeckt



Warum werden Spermien, die im männlichen Hoden unbeweglich verharren, erst in der weiblichen Scheide aktiv? Diese Frage konnte die Wissenschaft bislang nicht eindeutig beantworten. US-Forscher haben nun das Rätsel gelöst: Die Erkenntnisse könnten dazu beitragen, neue Verhütungsmethoden für den Mann zu entwickeln.




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US-amerikanische Wissenschaftler haben erstmals herausgefunden, welcher Mechanismus Spermien in der weiblichen Scheide ihre Mobilität verleiht.


Die männlichen Geschlechtszellen besitzen demnach einen Molekülschalter, der sich unter bestimmten Bedingungen öffnet, so dass positiv geladene Teilchen nach außen strömen. Dieser Prozess erhöht den pH-Wert in der Umgebung der Spermien, woraufhin sie zu schwimmen anfangen.

Die Ergebnisse dürften dazu beitragen, männliche Unfruchtbarkeit zu behandeln und neue Verhütungsmethoden für den Mann zu entwickeln, berichten die Forscher um Yuriy Kirichok von der University of California in San Francisco in der Fachzeitschrift „Cell“.



Bereits seit längerer Zeit ist bekannt, dass Spermien eine alkalische Umgebung - also einen hohen pH-Wert - brauchen, um in Bewegung zu kommen. In den männlichen Hoden herrscht jedoch bei einem pH-Wert von 6,0 ein saures Milieu, so dass die Spermien dort vollkommen inaktiv sind. Der pH-Wert in der Scheide liegt dagegen bei 7,4 und damit im alkalischen Bereich.


Die Forscher haben nun Poren auf der Oberfläche der Spermiengeißeln entdeckt, die sich in einer alkalischen Umgebung öffnen. Dadurch strömen positiv geladene Protonen nach außen, so dass die Spermien selbst alkalisch werden.


„Man kann die Spermienzellen mit Ballons vergleichen, die mit Protonen vollgepumpt sind“, erklärt Kirichok: „Durch äußere Reize öffnen sich die Poren in der Oberfläche des Ballons, die sogenannten Hv1-Kanäle, so dass extrem viele Protonen ausfließen.“ Dies stößt eine Kaskade biochemischer Reaktionen an, die Spermien reifen lassen, beweglich machen und sie darauf vorbereiten, eine Eizelle zu befruchten.

Mit biophysikalischen und biochemischen Methoden konnten Kirichok und sein Team erstmals zeigen, dass die Schwänze der Spermien mit sehr vielen Hv1-Kanälen bedeckt sind. Weiterhin maßen die Forscher erstmals den Protonenfluss durch die Zellmembran der Spermien und gingen den Faktoren auf den Grund, die dieses Ausströmen in Gang setzen.


Dabei konnten die Wissenschaftler einer Reihe weiterer Rätsel lösen. So wusste man bisher, dass Zink und Marihuana die Beweglichkeit der Spermien und die Fruchtbarkeit herabsetzen – die Gründe dafür waren aber unbekannt. Die größte Konzentration an Zink beim Menschen findet sich in den männlichen Geschlechtsorganen, während in der weiblichen Scheide wesentlich weniger Zink vorhanden ist. Die neuen Ergebnisse zeigen nun, dass Zink die Hv1-Kanäle hemmt und damit in den Hoden zur Ruhigstellung der Spermien beiträgt. In der Vagina bleibt dieser Effekt dagegen aus.









[Benutzer gelöscht]
geschrieben 17:55 3.5.2010   [ zitieren ]
unser sohn wurde mit 2 jahren am hoden operiert. er hatte leistenhoden, es hätte später auch zur zeugungsunfähigkeit führen können. das hätte ich mir nie verzeihen können.
Beiträge: 385
Angemeldet: 10 Monat(en) zuvor
geschrieben 23:29 3.5.2010   [ zitieren ]
danke für interessante thema.
Beiträge: 1049
Angemeldet: 12 Monat(en) zuvor
geschrieben 12:07 4.5.2010   [ zitieren ]
mein sohn hatte einen pendelhoden,aber mit dem alter hat sich das von alleine geregelt aber man sollte auf alles achten

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